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Unter Linux kann sehr leicht eine redundante Internetanbindung realisiert werden. Die Konfiguration wurde mit einem DSL- und einem UMTS/HSDPA Anschluss getestet.
Auf den beiden Linux Routern muss zunächst Quagga installiert werden, das wird mit apt-get install quagga gemacht. Danach müssen die erforderlichen Routing Prozesse aktiviert werden. In der Datei /etc/quagga/daemons wird festgelegt, was gestartet werden soll: zebra=yes ospfd=yes Alle anderen Router stehen auf no. ZebraZebra ist die Schnittstelle aller Routing Prozesse mit dem Kernel, daher muss Zebra immer aktiviert werden. Die Konfiguration ist trivial und erfolgt mit telnet localhost 2601 wobei folgende Kommandos angegeben werden müssen: hostname router1 password geheim service password-encryption Der Zebra heisst nun router1 und das neue Passwort wird verschlüsselt. OSPFDer ospfd ist das eigentliche Arbeitspferd, er entscheidet darüber, welche Router zur Routingtabelle hinzugefügt werden. Die OSPF Konfiguration unterscheidet sich bei den drei Routern ein wenig. Die OSPF Routing Messages werden mit md5 authentifiziert. Router 1Router 1 ist am DSL Anschluss angeschlossen, er erhält seine Default Router vom pppoe und er hat in der DMZ die IP-Adresse 192.168.1.1/24 hostname router1.ospf password geheim service password-encryption interface eth0 ip ospf authentication message-digest ip ospf message-digest-key supergeheim router ospf ospf router-id 192.168.1.1 redistribute kernel network 192.168.1.0/24 area 0 area 0 authentication message-digest default-information originate metric 100 Router 1 bekommt die Informationen, wie das LAN erreicht wird, von Router 3 Router 2 Router 2 ist am UMTS Terminaladapter angeschlossen, er erhält seine Default Router vom pppd und er hat in der DMZ die IP-Adresse 192.168.1.2/24 hostname router2.ospf password geheim service password-encryption interface eth0 ip ospf authentication message-digest ip ospf message-digest-key supergeheim router ospf ospf router-id 192.168.1.2 redistribute kernel network 192.168.1.0/24 area 0 area 0 authentication message-digest default-information originate metric 150 Router 2 bekommt die Informationen, wie das LAN erreicht wird, von Router 3 Router3 Router 3 ist das Bindeglied in das LAN, er hat in der DMZ die IP-Adresse 192.168.1.3/24 und im LAN die Adresse 192.168.2.1/24. hostname router3.ospf password geheim service password-encryption interface eth0 ip ospf authentication message-digest ip ospf message-digest-key supergeheim router ospf ospf router-id 192.168.1.3 redistribute kernel network 192.168.1.0/24 area 0 network 192.168.2.0/24 area 0 area 0 authentication message-digest Router 3 erhält von Router 1 und 2 je eine Default Route, da die Default Route von Router 1 jedoch eine bessere Metrik hat, wird Router 3 sich immer für den Weg über Router 1 entscheiden. Fällt die DSL Verbindung aus, wird eben die "zweitbeste" Defaultroute benutzt, die über Router 2 geht. FirewallAuf allen drei Routern müssen für maximalen Schutz passende Firewallregeln erstellt werden. Router 3 kann dabei regeln, wer z.B. in das Internet darf, während Router 1 und 2 festlegen können, wer aus dem Internet in die DMZ darf. In der DMZ finden Server ihren Platz, die aus dem LAN und aus dem Internet erreichbar sein müssen. HinweiseÜber UMTS ist ohne besondere Maßnahmen meist kein Serverbetrieb möglich.
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