Linux Multimedia Center Installation
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Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, 11. April 2007 12:39
Linux als Mediacenter Plattform eröffnet dem Anwender alle Möglichkeiten, ohne durch DRM Maßnahmen die Funktionen zu beeinträchtigen.

Linux Multimedia Center Installation

Als Basis wird ein ganz normales Debian 3.1 Linux verwendet. Diese Version gehört zum "stable" Zweig. Die CD-Images können auf der Debian Homepage heruntergeladen werden. Wer eine Flatrate hat, sollte nur die Netinstall CD laden.

Debian Setup

Es wird zunächst nur ein Minimalsystem installiert, es wird folgende Partitionierung empfohlen:

MountpunktFS-TypGröße
/ext22 GByte
/homexfsRest

Ein Swap Filesystem wird nicht benötigt. Bei der Taskauswahl wird alles abgewählt, so dass nur das Nötigste installiert wird. Ansonsten können die Vorgaben des Installers bedenkenlos verwendet werden. Beim Netzwerk kann die Opetion DHCP jedoch natürlich nur dann benutzt werden, wenn sich im Netzwerk auch ein DHCP Server befindet.

An dieser Stelle haben wir nun eine Linux Installation, die jedoch noch einigen, unnötigen Ballast mit sich schleppt. Aus diesem Grund werden nun noch folgende Pakete entsorgt:

  • lpr
  • nfs-kernel-server
  • exim4

apt-get remove --purge exim4-base exim4-config lpr portmap

Damit sind einige, überflüssige Dienste dann weg.

Damit die Installation von VDR richtig funktioniert, muss noch bzip2 installiert werden:

apt-get install bzip2

VDR

Nun muss noch die /etc/apt/sources.list angepasst werden, in dem an den Dateianfang folgende Zeile eingefügt wird:

deb http://e-tobi.net/vdr-testing sarge base backports addons vdr-multipatch

Nun wird noch eine Firmware für die DVB Karte benötigt:

cd /usr/lib/hotplug/firmware
wget http://www.linuxtv.org/downloads/firmware/dvb-firmwares-1.tar.bz2
tar xvjf dvb-firmwares-1.tar.bz2
rm dvb-firmwares-1.tar.bz2

Es werden dann noch die notwendigen Einträge unter /dev benötigt, diese werden angelegt mit:

cd /dev
./MAKEDEV dvb

In der letzten Zeile der /etc/modules müssen noch die Frontend Treiber hinzugefügt werden:

alps_tdlb7
alps_tdmb7
at76c651
cx24110
dst
grundig_29504-401
grundig_29504-491
mt312
nxt6000
sp887x
stv0299
tda1004x
ves1820
ves1x93

Was es da noch alles gibt, kann mit ls -la /lib/modules/<kernel-version>/kernel/drivers/media/dvb/frontends/ festgestellt werden. Alles, was da zu finden kann in die /etc/modules eingetragen werden.

Sicherheitshalber sollte jetzt erstmal gebootet werden, um zu sehen, ob alle notwendigen Systemkomponenten da sind.


Problemfälle

Die Technotrend V2.3 Karte läuft mit dem Orginal Debian Kernel nicht. Hier muss dann ein neuer Kernel (z.B. 2.6.19.1) erstellt werden.


VDR installieren und Starten

Mit apt-get update werden zunächst die Paketlisten aktualisiert. Das ist notwendig, damit die Änderung in der /etc/apt/sources.list berücksichtigt werden und alle gewünschten Pakete auch gefunden werden. Jetzt kann mit apt-get install vdr die eigentliche Anwendung installiert werden. Ist alles ok, dann sollte der VDR danach automatisch starten.


Was jetzt ?

Du hast jetzt einen digitalen Videorecorder der von seinen technischen Möglichkeiten alles in den Schatten stellt, was es an fertigen Geräten zu kaufen gibt. Es stehen nun folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Fernsehen mit Timeshift
  • Aufzeichnen (das erfolgt digital, ohne dass es einen Qualitätsverlust gegenüber der Fersehaustrahlung gibt)
  • Remote Bedienung über das Internet, momentan nicht sehr komfortabel, aber dazu später mehr.
  • Eine nicht mehr überschaubare Anzahl an Plugins kann installiert werden

Links

Jetzt ist der passende Zeitpunkt, den VDR kennenzulernen und Informationen zu beschaffen, was noch alles geht. Dazu hier einige Links, die ich nur empfehlen kann:

Aktualisiert ( Mittwoch, 11. April 2007 12:46 )